Theda Borde, Matthias David Schwangerschaft, Geburt und frühe Kindheit in der MigrationWie beeinflussen Migration und Akkulturation soziale und medizinische Parameter?International haben sich in den letzten Jahren zahlreiche geburtshilflich-epidemiologische Untersuchungen mit den gesundheitlichen Folgen der Migration (auch in der zweiten oder dritten Zuwanderergeneration) beschäftigt. Weniger die innewohnenden Potenziale als vielmehr der „Risikofaktor Zuwanderung“ stehen meist im Mittelpunkt des geburtshilflichen Managements: Mit der Migration verbundene ungünstige sozio-ökonomische Umstände, Mängel in der Schwangerschafts- und Geburtsbetreuung, Kommunikationsstörungen, kulturelle, aber auch bisher unzureichend verstandene biologische Faktoren können zu deutlich mehr Frühgeburten, einer erhöhten perinatalen Mortalität oder einer erhöhten Frequenz operativer Entbindungen bei Migrantinnen führen. Der Tagungsband fasst in dieser Form erstmalig wissenschaftliche Studienergebnisse zur Versorgung von Migrantinnen rund um die Geburt in der Bundesrepublik Deutschland zusammen. Insbesondere der Einfluss einer zunehmenden kulturellen Anpassung in Schwangerschaft, Geburt und frühe Kindheit wird von den Autorinnen und Autoren diskutiert, aber auch die positive Bedeutung sozialer Netzwerke. Überlegungen zu epidemiologischen und soziokulturellen Aspekten des Migrationsgeschehens in Deutschland runden das Buch ab. 240 Seiten, 1. Auflagen 2011 |
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