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Karin Berghammer
Midwives - Geburt und Frauenrechte
23 Hebammen aus 17 Ländern berichten
Sie sind schwarz, weiß, gelb, oder rot.
Christinnen, Hindus, Muslima, Buddhistinnen, Jüdinnen oder ohne Bekenntnis.
Geboren im Iran, in Nepal, Estland, China, Uganda, Neuseeland, Chile, USA, Südafrika, Pakistan, Kanada, Japan, Mittel-, Nord- und Südeuropa.
Was sie verbindet ist was sie tun: sie alle gehen dem tatsächlich ältesten Gewerbe der Welt nach, sie sind
Hebammen. Und damit teilen sie ein sehr spezifisches Erlebnis, Geburt ist ihr Alltag.
Doch selbst wenn es sich um ein noch so archaisches Phänomen handelt, bei dem der biologische Vorgang immer derselbe ist, unterscheiden sich die Erfahrungen drumherum ganz wesentlich.
Und genau über diese Abweichungen gewinnen wir einen Einblick in essentielle Merkmale (Umgang mit Tod, Zeit, Ritualen und Glauben), die eine Kultur prägen.
In den Interviews beziehen die Frauen Stellung zu Themen wie :
Familienplanung und Abtreibung im jeweiligen Herkunftsland, ungleiche Beurteilung der Geschlechter, persönliche Geburtserfahrungen, Sexualität und Tod, politisches Engagement sowie den Auswirkungen der Mädchenverstümmelung in Afrika.
Sie erzählen, warum Frauen aus gesellschaftlich höheren Schichten geburtshilflich oft benachteiligt werden, wo Kinder in welchen Stellungen geboren werden und welche Zusammenhänge zwischen frühkindlichem sexuellen Mißbrauch und dem vermehrten Wunsch nach einer Betäubung unter der Geburt besteht.
Eine Hebamme, die während der Militärdiktatur Pinochets in Chile ein Jahr in einem Konzentrationslager interniert war, berichtet von Geburten in Gefangenschaft.
Es wird deutlich, wie die Art der Geburtshilfe, die in einem Land praktiziert wird, die Position der Frau in dieser Gesellschaft prägt. Und vice versa, wie Frauen durch ihre spezifische Geburtserfahrung Selbstvertrauen gewinnen oder sie entmutigt werden. Je stärker der politische Einfluss von Frauen in verschiedenen Systemen, umso humaner sind jedenfalls die Bedingungen, die Frauen in diesem ihrem geschlechtspezifischsten Lebensbereich vorfinden.
Hebammen-Rezension:
Eine gute Idee: Den Internationalen Hebammenkongress 2002 in Wien nutzte die Filmemacherin Karin Berghammer, um 23 Hebammen aus 17 Ländern zu Themen wie Hebammenkunst, Fruchtbarkeit, Abtreibung, Geburtsorte, Sexualität, Tod, Beschneidung und Politischem zu befragen. Herausgekommen ist ein farbiges globales Doku...
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Martina Eirich
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