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Wulff hat Gesetz zur PID unterzeichnet
Das Gesetz zu genetischen Untersuchungen an künstlich erzeugten menschlichen Embryonen kann in Kraft treten. Wie das Präsidialamt am 22. November mitteilte, unterzeichnete Bundespräsident Christian Wulff das Gesetz zur Präimplantationsdiagnostik (PID). Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums wird es damit am 8. Dezember wirksam. Bundestag und Bundesrat hatten dem Gesetz Ende September zugestimmt; Ende Oktober lag es dann dem Staatsoberhaupt zur Ausfertigung vor.
Wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte, arbeiten die Fachleute derzeit noch an der notwendigen Rechtsverordnung. Sie soll die Einzelheiten zur Anzahl und Zulassung von PID-Zentren, zum Verfahren sowie zur Zusammensetzung und Finanzierung der geplanten Ethikkommissionen regeln. Die interdisziplinär zusammengesetzten Gremien sollen die Anwendung der Diagnose billigen.
Mit dem Gesetz können künftig genetisch vorbelastete Eltern eine PID vornehmen lassen, wenn für ihre Nachkommen eine hohe Wahrscheinlichkeit entweder für eine schwerwiegende Erbkrankheit oder für eine schwerwiegende Schädigung des Embryos besteht, die nach medizinischem Ermessen zu einer Tot- oder Frühgeburt führt.
(aerzteblatt.de, 22.11.2011; DHZ 12/2011)
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