Rezension:
von Bettina Seipel
Das Buch ist aus dem Präventionsprojekt „Keiner fällt durchs Netz“ in Heidelberg entstanden. Die Autoren sind vorwiegend Diplompsychologen – die Hebammen werden von Eva Schneider vertreten – und arbeiten fast alle für „Keiner fällt durchs Netz“. Die Probleme, die Berufsgruppen begegnen, die im ersten Lebensjahr Familien – vor allem „Risikofamilien“ – begleiten, werden in diesem Handbuch sehr ausführlich und praxisorientiert bearbeitet. Einen Schwerpunkt bildet das Berufsbild der Familienhebamme. Doch die umfangreiche Themenbearbeitung macht es auch für viele andere aufsuchende Berufe zu einem wertvollen Buch. Die Bandbreite reicht von der psychosozialen Entwicklung im ersten Lebensjahr, über Sucht, Misshandlung und Teenagerschwangerschaften bis hin zu finanziellen Hilfen und kooperierenden Institutionen.
Für Familienhebammen sehr interessant fand ich das Thema „Von der Hebamme zur Familienhebamme – Auswirkungen auf das berufliche Selbstverständnis“ von Eva Schneider. Voller praktischer Ratschläge und Denkanstöße werden die Rahmenbedingungen der Familienhebammentätigkeit aufgearbeitet. Obwohl ich keine Familienhebamme bin, hat mich dieses Buch inspiriert und es begleitet mich schon jetzt immer wieder in meiner freiberuflichen Tätigkeit.
Ein „Muss“ für Familienhebammen und eine Bereicherung für alle anderen Hebammen und Familien aufsuchenden Berufsgruppen!


