Rezension:
von Christine Maek
Das Buch „Du hast kaum gelebt“ wurde von einem betroffenen Ehepaar geschrieben – beide sind Theologen, die auch betroffene Eltern begleiten.
Im ersten Teil berichten Eltern und eine ältere Schwester über ihre Erfahrungen. Diese Darstellungen geben Betroffenen, nahe stehenden Menschen sowie denen, die beruflich damit zu tun haben, einen guten Einblick in die besondere Situation bei Fehl- und Totgeburten. Im zweiten Teil berichten Krankenschwestern, Hebammen, Seelsorgerinnen, Trauerbegleiter sowie Ärztinnen und zeigen den professionellen Umgang sowie die Hilflosigkeit, die sich manchmal einstellt. Besonders interessant fand ich den Bericht über einen Leere-Wiege-Rückbildungskurs.
Bestatter berichten, wie individuell die Beerdigung stattfinden kann und welche Möglichkeiten der Bestattung es gibt. Ebenso werden Möglichkeiten der Gruppenarbeit und die Gestaltung eines Gottesdienst (zum Beispiel Weltgedenktag) sowie einer Trauerfeier dargestellt.
Zum Schluss folgen Erläuterungen zum Bestattungsrecht. Zahlreiche hilfreiche Adressen und eine sehr umfangreiche Literaturliste schließen das Buch ab.
Dieses Buch beleuchtet die Thematik aus allen Bereichen umfassend. Sowohl für Kolleginnen die sich mit dem Thema vertraut machen wollen als auch für Erfahrene kann ich dieses Buch weiterempfehlen.


